Zaubertricks
 Kleine Zauberkunststücke, die Sie Ihren Freunden vorführen können.



Magische Vorhersage
 

 
Benötigt werden Zettel und Schreibstift

1) Effekt

Der Zauberkünstler händigt einem Zuschauer eine Vorhersage in einem verschlossenen Kuvert aus. Dann beginnt das eigentliche Kunststück: Ein Zuschauer notiert eine beliebige dreistellig Zahl (mit lauter verschiedenen Ziffern), schreibt die gleiche nochmals, aber mit umgekehrter Ziffernreihenfolge, darunter und zieht schließlich die kleinere von der größeren ab. Das Ergebnis wird nun abermals mit umgekehrter Ziffernreihenfolge darunter geschrieben und dazuaddiert. Das Endresultat wird mit der Vorhersage verglichen – es stimmt überein.

2) Geheimnis

Zwei Zahlen, die aus den gleichen Ziffern bestehen, haben die gleich Ziffernsumme und daher bei Division durch 9 den gleichen Rest. Das hat zur Folge, dass bei Subtraktion solcher Zahlen ein Ergebnis erhalten wird, dass durch neun teilbar ist.

Zieht man jetzt eine Zahl von ihrer ‚Spiegelzahl’ ab, also etwa 257 von 752, so steht sicher als mittlere Ziffer im Resultat eine 9. Da das gesamte Ergebnis aber durch 9 teilbar sein muss, ist die Summe der Hunderterziffer und der Einerziffer ebenfalls 9.

Addiert man zum Ergebnis seine Spiegelzahl, ergibt sich daher zwangsläufig 1089.

Beispiel:
 
  gewählte Zahl . . . . . .
Spiegelzahl . . . . . .
Differenz . . . . . .
Spiegelzahl der Differenz . . . . . .
Summe der letzten beiden . . . . . .
  752
  257
  495
  594
 1089
 
 



Die mysteriösen Zahlenkarten
 
 
  Benötigt werden sechs Rechtecke aus Zeichenkarton, mit den Maßen 10 cm lang und 6 cm breit. Auf ihnen stehen verschiedene Zahlen entsprechend der unten stehenden Tabelle.

1) Effekt

Der Zuschauer denkt an eine Zahl von 1 bis 64. Er überprüft, ob diese Zahl auf einigen der Zahlenblätter steht. Der Magier nennt die gedachte Zahl!

2) Geheimnis

Der Zauberkünstler zeigt alle Karten her und fragt bei jeder, ob die gedachte Zahl darauf ist. Von allen Karten, bei denen der Zuschauer bejaht, addiert der Magier im Kopf die erste Zahl des jeweiligen Kärtchens! Sie sehen, dass zum Beispiel die Zahl 41 auf drei Kärtchen steht. Die ersten Ziffern dieser Kärtchen lauten einmal 1, einmal 8 und beim letzten 32. (Und 1 + 8 + 32 = 41 !)

3) Vorführung

Sehr geehrte Dame, darf ich Sie bitten, an irgendeine ganze (‚ganze‘ ist wichtig, sonst denkt die Zuschauerin an eine Kommazahl!) Zahl von 1 bis 64 zu denken? Haben Sie bereits eine? Wunderbar! Befindet sich die Zahl auf dieser Karte! Ja! Und auf dieser? Wie ist es mit dieser! Ist die Zahl auf dieser Karte? Und auf welcher der letzten beiden ist sie noch? Bitte konzentrieren Sie sich! Die gedachte Zahl lautet . . .!“


Hier sind die Zahlen, die Sie auf die Karten schreiben müssen:
 
 
 
   Karte 1 Karte 2 Karte 3 Karte 4 Karte 5 Karte 6  
  1 2 4 8 16 32  
  3 3 5 9 17 33  
  5 6 6 10 18 34  
  7 7 7 11 19 35  
  9 10 12 12 20 36  
  11 11 13 13 21 37  
  13 14 14 14 22 38  
  15 15 15 15 23 39  
  17 18 20 24 24 40  
  19 19 21 25 25 41  
  21 22 22 26 26 42  
  23 23 23 27 27 43  
  25 26 28 28 28 44  
  27 27 29 29 29 45  
  29 30 30 30 30 46  
  31 31 31 31 31 47  
  33 34 36 40 48 48  
  35 35 37 41 49 49  
  37 38 38 42 50 50  
  39 39 39 43 51 51  
  41 42 44 44 52 52  
  43 43 45 45 53 53  
  45 46 46 46 54 54  
  47 47 47 47 55 55  
  49 50 52 56 56 56  
  51 51 53 57 57 57  
  53 54 54 58 58 58  
  55 55 55 59 59 59  
  57 58 60 60 60 60  
  59 59 61 61 61 61  
  61 62 62 62 62 62  
  63 63 63 63 63 63  
                
               
 

 Geburtstagsübereinstimmung
 
 
Benötigt werden mindestens 50 Zuseher.

1) Effekt

Der Magier behauptet vor fremden Publikum, dass zwei der Anwesenden am gleichen Tag Geburtstag haben, also nicht unbedingt im gleichen Jahr geboren sind, aber am gleichen Tag im Jahr Geburtstag feiern, zum Beispiel beide am 23. August. Jeder schreibt seinen Vornamen und Geburtstag auf ein Blatt Papier und siehe da, der Zauberkünstler hat recht.

2) Geheimnis

Ideal dafür ist eine Runde von etwa 60 Personen. Sollten weniger als 50 Personen anwesend sein, dann müssen diese noch den Geburtstag ihrer Mutter aufschreiben, bei zwanzig Personen soll jeder seinen eigenen Geburtstag und die seiner Eltern notieren. Es ist übrigens Sache der Wahrscheinlichkeitsrechnung (nachzulesen in meinem Buch: ‚Denksport-Rätsel für Geniale'), und stimmt bei 61 Personen ‚nur‘ in 99,5 % der Vorführungen, das heißt bei durchschnittlich jeder 200. Vorstellung geht es schief (Anm.: Ist dem Autor aber noch nie passiert)!

3) Vorführung

„Sehr geehrtes Publikum, wir Zauberkünstler sind sehr empfindsame Menschen, ja auch wir sind Menschen! Und gleich als ich hier auf die Bühne kam habe ich gespürt, dass zwei von Ihnen am gleichen Tag Geburtstag feiern (oder eben: dass zwei von Ihnen entweder durch Geburtstag oder durch den Geburtstag ihrer Mutter miteinander verbunden sind). Darf ich Sie ersuchen, . . .“

Ersuchen Sie die Zuschauer, ihren Vornamen, Geburtsdatum – ohne Jahreszahl, „wir sind ja diskret“ – von sich zu notieren, und lassen dann die Zetteln von einem Assistenten einsammeln, der beim Kontrollieren hilft.
„Wir bekommen also jetzt etwas 50 bis 60 Geburtsdaten, das entspricht einem Siebentel eines Jahres, es ist also äußerst unwahrscheinlich, genau genommen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich recht habe, 1:7, also geringer als die Chance, eine Sechs zu würfeln (das stimmt natürlich nicht). Doch ich arbeite nicht mit Wahrscheinlichkeiten, sondern mit Wahrnehmungen."

Nach der Kontrolle haben sie zwei übereinstimmende Daten gefunden und bitten die zwei Zuschauer ihren Geburtstag zu nennen. Wahrscheinlich haben diese gar nicht gewusst, dass sie ihr Fest am gleichen Tag begehen.
 
 




 
Viel Spaß wünscht Angelo der Magier!